FAQs Schafe und Ziegen
In der intensiven Tierproduktion sind Atemwegserkrankungen leider keine Seltenheit.
Neben klassischen Infektionskrankheiten sind es vor allem stallspezifische Faktoren, die das Auftreten von Atemwegserkrankungen begünstigen:
- hoher Tierbesatz
- niedrige Luftrate (im Winter)
- hohe Ammoniakbelastung
- Zugluft
- Feuchtigkeit
- mangelnde Hygiene
Vor allem Jungtiere sind besonders empfindlich. Lämmer leiden an Atemwegserkrankungen vor allem nach Stressphasen wie Transport, Umstallung, Infektionserkrankungen etc.
Bei schweren Erkrankungen (Lungenentzündungen etc.) geht kein Weg an einer medikamentösen Behandlung vorbei.
Handelt es sich allerdings um chronische Schädigung der Atemwegsorgane, kann man mit verschiedensten Hilfsmitteln und Maßnahmen positiver Einfluss auf das Krankheitsgeschehen genommen werden.
Folgende Maßnahmen sollten getroffen werden:
- Überprüfung auf Zugluft
- Überprüfung der Luftqualität (Ammoniakbelastung)
- Reduktion der Bestandesdichte
- Verbesserung der Hygienemaßnahmen
- Einsatz von "Hygienemitteln" wie Stallosan F oder BRONCHO Natur flüssig (Solan 1633) über die Stalluft
Über die Fütterung gibt es ebenfalls eine Reihe von Möglichkeiten um die Atemwegsorgane zu entlasten
- Reduktion des Eiweißgehaltes in der Ration (senkt den Ammoniakausstoß in die Stallluft)
- Möglichst wiederkäuergerechte Rationen, die dem Bedarf in der jeweiligen Situation angepasst sind
- Einsatz von BRONCHO Natur (Solan 633) bzw. VITAL Komplex (Solan 533)
Der Einsatz verschiedenster Kräuter wie Thymian oder Eibisch hat eine jahrhundertealte Tradition. Dieses alte Wissen kommt in modernen Produkten wie BRONCHO Natur wieder zum Einsatz und bietet eine bewährte und sichere Möglichkeit, die Funktionalität der Atemwegsorgane zu unterstützen.
Die Basis für leistungsfähige Schafe und Ziegen mit hohen Zuwachsleistungen wird bereits in der Aufzuchtperiode der Lämmer gelegt. Aus physiologischen und wirtschaftlichen Gründen ist es wichtig, dass sich das anfangs monogastrisch funktionierende Lamm möglichst rasch zum Wiederkäuer entwickelt. Zum Zeitpunkt der Geburt sind Netzmagen, Pansen und Blättermagen zwar vorhanden, aber ohne Funktion und unvollständig ausgebildet. Hingegen erfüllt der Labmagen unmittelbar nach der Geburt die Funktion zur Verdauung der Milch.
Für die Entwicklung zum Wiederkäuer ist die Ausbildung des anfangs funktionslosen Pansens ausschlaggebend. In zahlreichen Studien wurde der Einfluss der Fütterung und der vorgelegten Futtermittel untersucht. Das Volumen der Vormägen des neugeborenen Lammes sind im Vergleich zum erwachsenen Tier klein, das Pansenvolumen vergrößert sich mit der Entwicklung enorm. In untenstehender Darstellung sind die Volumenverhältnisse eines Neugeboren, eines ca. 4 Wochen, eines ca. 12 Wochen und eines ca. 1 Jahr alten Tiers dargestellt.

Die Volumenentwicklung während der ersten drei Lebensmonate steht in enger Beziehung zur Futteraufnahme. Lämmer, welche lediglich Milch erhalten, weisen nur geringe Volumensvergrößerungen auf, bei Lämmern, welche hingegen Stärke in Form eines Lämmermüslis erhielten, zeigen eine signifikant bessere Volumsvergrößerung der Vormägen bereits mit 4 Wochen. Auch die Heuzufütterung führt zu einem Anstieg des Volumens der Vormägen in Relation zur Körpermasse, die Ausbildung des Pansenepithels (Pansenzotten) hinkt im Vergleich bei Stärkezufütterung aber hinterher. Gerade die Ausbildung der Pansenzotten ist aber für die Fähigkeit der Aufnahme der kurzkettigen Fettsäuren unumgänglich. Die kurzkettigen Fettsäuren Acetat, Propionat und Butyrat sind die Endprodukte der mikrobiellen Fermentation und sind die Grundlage des Energiestoffwechsels der Tiere. Durch die Ausbildung der Pansenzotten wird die Oberfläche zur Aufnahme dieser Fettsäuren enorm vergrößert, daher sind alle Maßnahmen zu ergreifen, welche das Zottenwachstum fördern. Dazu zählt die frühzeitige Vorlage eines äußerst schmackhaften Lämmermüslis, je früher das Lamm Festfutter aufnimmt, desto früher entwickelt sich der Pansen mit den Pansenzotten.
Entscheidende Punkte für frühzeitige Pansenentwicklung:
- Tränkemenge nicht zu hoch
- frühzeitige Festfutteraufnahme mit Lämmermüsli stimulieren
- Zottenwachstum durch Stärkefütterung anregen
- Wasserversorgung sicherstellen
- Besiedelung mit Bakterien
- Pansenaktivität durch Heuvorlage sichern
Starterfutter und Ergänzungsfutter für Schaf- und Ziegenlämmern in Müsliform
Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte von Schimmel- bzw. Fusariumpilzen. Diese Stoffwechselprodukte werden von den Fusarien in der Regel bereits am Feld produziert. Der Hauptinfektionszeitpunkt ist die Blüte beim Getreide. Bei feucht-warmer Witterung produzieren diese Pilze diese giftigen Stoffwechselprodukte, die sich hauptsächlich auf den äußeren Schichten des Korns anreichern.
Derzeit kennt man ca. 500 verschiedene Mykotoxine.
Die wichtigsten Mykotoxine:
- VOMITOXIN (DON)
- ZEARALENON (ZEA)
- OCHRATOXIN
- ERGOTAMIN (Mutterkorn)
- verschiedene AFLATOXINE
- CITRININ
- MONILIFORMIN
Mykotoxine haben eine sehr kleine Molekülgröße – deshalb werden sie vom Immunsystem nicht erkannt, der Organismus kann dagegen keine Antikörper produzieren!
Außerdem sind es sehr stabile Verbindungen – durch physikalische Verfahren (Erhitzen) lassen sie sich nicht zerstören.
Jedes Mykotoxin hat unterschiedliche Auswirkungen auf unsere Nutztiere. Während Wiederkäuer und Geflügel relativ tolerant gegen die meisten Mykotoxine sind, ist das Schwein besonders empfindlich. Fruchtbarkeitsprobleme, Immunschwäche, Wachstumsstörungen und Leistungsdepressionen sind nur die wichtigsten Schäden die durch Mykotoxine angerichtet werden. Jedes Toxin hat sein eigenes, typisches Schadbild. In der Regel kommen Toxine aber nicht einzeln vor, sondern treten in der Regel als "Cocktail" auf. Dementsprechend schwierig ist es, Probleme bei den Tieren auf ein bestimmtes Toxin zurückzuführen.
Sobald ein Verdacht auf eine Mykotoxinbelastung im Futter besteht, sollten so schnell als möglich Analysen der Komponenten bzw. Mischungen veranlasst werden. Bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich! Spätestens wenn sich ein Verdacht bestätigt, sollte der Einsatz von PHYTOSORB Plus erfolgen.
Weitere Informationen über Mykotoxine können Sie folgendem Dokument entnehmen