FAQs Geflügelfütterung

In unserem FAQ-Bereich haben wir die häufigsten Fragen rund um die Geflügelfütterung gesammelt und verständlich beantwortet. So erhalten Sie schnell und kompakt die wichtigsten Infos für eine ausgewogene, artgerechte und geflügelgerechte Ernährung.

Dotterfarbe

Die gelb-rötliche Farbe verdankt der Eidotter ver­schiedenen pflanzlichen Carotinoiden, die das Huhn mit dem Futter aufnimmt. Je nach dem wie viele Carotinoide in einem Futter vorhanden sind, desto intensiver die Dotterfärbung. Die Carotinoide sorgen nicht nur für die orange/rote Farbe sondern sind nicht nur für das Huhn gesund. Carotinoide steigern beim Menschen die Leistung des Immun­systems und schützen die Zellen vor freien Radikalen. Viele der Carotinoide gehören zu den Provitaminen und können zu Vitamin A umgewandelt werden.

In Mitteleuropa wird ein sehr hoher Wert auf eine ordentliche Eidotterfarbe gelegt. Zu blasse Dotter werden mit mangelhaft versorgten oder kranken Hühner assoziiert.

Der Konsument wünscht sich eine intensive Dotterfarbe (Farbfächerwert 13-14).

Die Dotterfarbe besteht grundsätzlich immer aus 2 Komponenten: Den Gelb-Pigmenten und den Rot-Pigmenten.

 

Mit den gelben Pigmenten (z.B. aus Mais) lassen sich aber nur Farbfächerwerte bis 12 realisieren. Erst mit den Rot-Pigmenten (zB. aus Paprika oder synthetische Carotinoide) können Farbfächer­werte von über 13 erreicht werden. Die Gelb-Pigmente sind allerdings stabiler als die Rot-Pigmente. Beim Backen werden die Rot-Pig­mente großteils zerstört - die Gelb-Pigmente sorgen für die gelbe Farbe des Kuchens.

 

Wird der gewünschte Farbfächerwert bei den Eiern einer Legeherde nicht erreicht, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Zu geringer Gehalt an Farbstoffen im Futter: Vor allem wenn Konzentrate nicht in der vorgegebenen Dosierung eingesetzt werden, kann es vorkommen, dass in der gesamten Ration einfach zu wenig Farb­stoffe enthalten sind. Oder es wird zu einem Alleinfutter noch Getreide oder Küchenabfälle beigefüttert, dann wird auch der Farbstoffgehalt des Alleinfutters zu stark verdünnt. In diesem Fall wäre anstatt des Alleinfutters ein Legekorn wie Solan 6 besser geeignet.
  • Im verwendeten Alleinfutter/Zukauffutter sind zu wenig Farbstoffe enthalten (mit Lieferanten ab­klären/Futterwechsel)
  • Mischfehler/Entmischung des Futters: Wenn die Dotterfarbstoffe im Futter nicht richtig verteilt sind, kann es ebenfalls zu mangelhafter Dotterpigmentierung kommen. Auffällig ist meist, dass nur ein Teil der Eier zu hell ist.
  • Verschiedene Krankheiten wie z.B. Eileiter­entzündungen können ebenfalls zu einer schlechten Dotter­farbe führen. In der Regel sind dann aber nur einzelne Eier betroffen.

 

Falls Sie Probleme mit der Dotterfarbe haben kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne bei der Ergründung der Ursache.

Ergänzungsfutter für Legehennen zur Verbesserung der Dotterfarbe
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Vogelmilbe

Die rote Vogelmilbe ist ein blutsaugender Parasit unseres Geflügels.

Die Milben leben nicht auf dem Wirtstier (Hühnern) sondern in den Nestern, unter den Sitzstangen, Ecken, Ritzen ... Sie treten nur in Kontakt mit dem Wirt um Blut zu saugen (meist in der Nacht). Das Saugen dauert dann in der Regel 30 min bis 1,5 Stunden. Nach dem Saugen ziehen sie sich schnell wieder in die Nester und Verstecke zurück. Die rote Vogelmilbe stellt in unseren Breiten vor allem in den Sommermonaten ein Problem dar. Die Milben vermehren sich nur bei wärmeren Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Milben können zwar bis zu 9 Monate ohne Nahrung (Blut) überleben - für die Vermehrung brauchen sie aber Geflügelblut. Grundsätzlich kann die rote Vogelmilbe auch Menschen befallen, sie kann sich aber nur mit Geflügelblut weitervermehren.

Für die Hühner stellen die Milben in der Regel kein lebensbedrohliches Problem dar. Dennoch verursacht die Vogelmilbe Stress, Probleme mit der Befiederung, Abnahme der Legerate, Gewichtsverlust und in Summe eine steigende Mortalität in der Herde. Die Eier der Hühner können Blutflecken aufweisen und sich dadurch nicht mehr so leicht vermarkten lassen. Außer­dem können durch die Milben pathogene Keime (Viren, Bakterien) von einem Tier auf das nächste übertragen werden.

Besteht in einem Stall ein Problem mit der roten Vogelmilbe, führen nur mehrere Maßnahmen gemeinsam zum Erfolg. Grund­sätzlich sollten als erstes alle Nester, Sitzstangen, Ritzen, Ecken etc. gereinigt und desinfiziert werden. Im Anschluss sollten diese Bereiche mit feinstem, gebranntem Kieselgur (Diatomee­nerde, erhältlich bei SOLAN unter der Bezeichnung "Entomol") einge­staubt werden.

Entomol kann im belegten Stall angewendet werden und sollte regelmäßig nachgestreut werden. Das feine Pulver dringt in die Gelenke der Milben ein, trocknet sie aus und "verreibt" sie. Die Milben sind in ihrer Fortbewegung gestört und der Befallsdruck geht zurück. Gleichzeitig gibt es auch Maßnahmen, die über das Futter vorgenommen werden können. Ein spezieller Zusatz zum Futter (eine Kombination spezieller ätherischer Öle und Pflanzenextrakte aus der Gewürznelke und Zitronengras) hat eine ausge­prägte Repellent-Eigenschaft gegenüber Milben und Insekten (z.B. Schmeißfliegen). Durch die Aus­dünstungen der Hühner (über Haut, Kot und Atmung) schränken die Milben das Blutsaugen ein. Sie wandern von den Hühnern ab und vermehren sich nicht mehr. Innerhalb von ein paar Wochen kann der Befallsdruck auf ein "normales" Ausmaß reduziert werden.

Während der Sommermonate statten wir unsere Legehennenfutter standardmäßig mit diesem Zusatz aus. Ob in Ihrem Lege­futter dieser natürliche Zusatz bereits enthalten ist, können Sie durch dieses Logo auf dem Etikett erkennen:

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Federpicken

Federpicken ist ein weit verbreitetes Problem in der Geflügelhaltung. Die Ursachen sind vielschichtig und reichen von verschiedensten Umweltfaktoren und genetischen Einflüssen bis zur Fütterung.

Die wichtigsten Vorbeugemaß­nahmen bei Federpicken sind folgende:

  • Ausreichend erhöhte Sitzstangen (mind. 20cm)
  • Ausreichend Trinkplätze (mind. 1 Nippel­tränke pro 10 Tiere bzw. 1cm Tränkerand pro Tier)
  • Gabe von Getreidekörnern in den Einstreubereich (mind. alle 2-3 Tage)
  • Vermehrte Anwesenheit im Stall
  • Pflege der Einstreu/Einstreuqualität
  • Lichteinfluss (Ställe abdunkeln)

 

Vorallem in der Aufzucht aber auch bei den Legehennen reicht manchmal das pflanzliche Angebot an Eiweiß bzw. Aminosäuren nicht aus, um den Bedarf der Tiere abzudecken. Im Freiland kompensieren die Tiere das mit der Suche nach Regenwürmern, Fliegen, Käfern und anderen Insekten - also mit "tierischem Eiweiß". Tritt ein Mangel an Aminosäuren bzw. Eiweiß auf, genügt meist schon ein kleiner Auslöser und in der Herde beginnt das Federpicken.

Eine der wichtigsten Fütterungsmaßnahmen ist also der Einsatz von tierischem Eiweiß, um den natürlichen Instinkt der Tiere zu befriedigen. SOLAN bietet dazu SOLAN 10 Eiweißprofi für konventionelle Betriebe an. Durch unsere getrennten Produktionslinien bei SOLAN haben wir als eine der wenigen Firmen in Österreich die Möglichkeit, Fischmehl in den Rezepturen einzusetzen. SOLAN 10 enthält außerdem Hämoglobinpulver als 2. tierische Eiweißkomponente.

 

Neben dem Einsatz von Fischmehl-Produkten gibt es noch ein paar weitere Fütterungsempfehlungen:

  • Methioningehalt im Futter erhöhen
  • Natriumgehalt anheben (auch über das Wasser möglich - 2 Gramm Salz pro Liter für max. 3 Tage)
  • Magnesiumgehalt im Futter anheben (Magnesium hat eine beruhigende Wirkung auf die Tiere)
  • Einsatz von Vitamin-Präparaten
  • Biotin und Zink
  • Das Wundermittel oder Zaubermittel gegen Federpicken wird es nicht geben. Vielmehr wird nur die Kombination ver­schiedener Management- und Fütterungs­maßnahmen zum Erfolg führen.

 

Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie uns bitte!

Fischmehlergänzer für Schweine und Geflügel

Legeleistung verbessern

Die Verbesserung der Legeleistung von Hühnern ist wichtig für eine höhere Eierproduktion und wirtschaft­liche Effizienz. Faktoren wie gute Ernährung, artge­rechte Haltung und Gesundheits­management spielen dabei eine entscheidende Rolle. Durch gezielte Maßnahmen in diesen Bereichen können Hühner mehr und besser legen, was sowohl für große Betriebe als auch für Hobbyhalter von Vorteil ist.

Die Legeleistung von Hühnern ist von verschie­densten Faktoren abhängig.

 

Die wichtigsten davon sind folgende:

  • RASSE: Klassische Hybridlegehennen haben natürlich eine deutlich höhere Lege­leistung als Reinzuchtrassen.
  • TEMPERATUR: Die optimale Temperatur während der Legeperiode liegt zwischen 22 und 24°C. Liegt die Temperatur deutlich darunter, sinkt auch die Lege­leistung (erhöhter Erhaltungsbedarf etc.). Unter 10° legen Hybridrassen kaum mehr.
  • LICHT: Die Legereife bzw. der Legebeginn von Legehennen wird durch ein sogenann­tes Lichtprogramm gesteuert. Zur Stimu­lierung der Legeleistung ist eine Aus­dehnung der Tages­lichtmenge (künstliches Licht) erforderlich. Optimal ist eine Licht-Dauer von 14-16 Stunden bei 10-15 Lux.
  • FÜTTERUNG: Die Fütterung spielt eine zentrale Rolle für die Legeleistung. Vor allem der Eiweißgehalt und Energiegehalt sind für das Erreichen der optimalen Legeleistung verantwortlich. Erreicht eine Legehennenherde nicht ihr angestrebtes Leistungsziel, sollte der Energie- und Eiweißgehalt im Futter überprüft werden. Wenn die Eier gleichzeitig noch zu klein sind, ist auch der Methioningehalt in der Ration zu prüfen. Eine ausgewogene, hochwertige Rationsgestaltung ist das um und auf einer leistungsgerechten Lege­hennenfütterung. Falls Sie Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns bitte. Gerne überprüfen wir Ihre Rationen und geben Ihnen entsprechende Empfehlungen.

 

Beispiel einer Legeleistungskurve (aus Legehennen Management Programm Lohmann Brown, Lohmann Tierzucht GmbH, Cuxhaven)

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