Geburt der Schweine

Die Geburt der Ferkel
Ein reibungsloser Geburtsverlauf und stabile, vitale Ferkel mit optimalem Geburtsgewicht sind die Basis für den Erfolg in der Ferkelproduktion. Viele Probleme im Geburtszeitraum resultieren aus den sich ändernden Haltungs- und Fütterungsansprüchen beim Übergang von der Trage- in die Säugephase. Mit einer speziellen Fütterungsstrategie kann man vielen Störungen aus dem Weg gehen.
Läuft eine Geburt optimal ab und werden die Ferkel in den ersten Lebensstunden entsprechend versorgt, wird hier bereits der Grundstein für den Erfolg in der Ferkelaufzucht gelegt. Ebenso entscheidet ein reibungsloser Geburtsverlauf über die Fruchtbarkeit der Sau bei der nächsten Besamung. Viele Fruchtbarkeitsprobleme haben ihren Ursprung in der Geburtsphase.
In der Regel werden hochtragenden Zuchtsauen 7-10 Tage vor der Geburt in die Abferkelboxen umgestallt. Für die Sau bedeutet das einen enormen Stress: Stallwechsel, Futterwechsel, Hormonumstellung etc. müssen von der Sau verkraftet werden.
Welche Vorbereitungen müssen bei der Einstallung der Sau in den Abferkelstall getroffen werden?
- Der Stall muss vorher gründlich gereinigt werden und muss bei der Belegung wieder trocken sein
- Wird keine Bestandesentwurmung vorgenommen, sollte die Sau spätestens 7 Tage vor dem Umstallen entwurmt werden
- Sauen sollten vor dem Einstallen in den Abferkelstall mit warmen Wasser und Waschmittel gewaschen werden und gegen Parasiten (Läuse, Räude) behandelt werden
- Der Abferkelstall sollte eine Temperatur von ca. 18-20° C aufweisen. Beim Abferkeln dann auf 22° C erhöhen
- Durch ausreichende Futter- und Wasserversorgung eine gute Darmtätigkeit sicherstellen
- Rechtzeitig vor dem Abferkeln muss die Heizung für den Liegeplatz der Ferkel in Betrieb genommen werden
- Speziell in den Wintermonaten sollte zusätzlich eine Infrarotlampe über dem Geburtsplatz hinter der Sau platziert werden
Treten auf einem Betrieb vermehrt Probleme mit MMA auf, sollte die gesamte Fütterung und Haltung der Sauen durchgecheckt werden. Dabei gibt es ein paar zentrale Punkte zu beachten:
- Qualität und Art der Wasserversorgung
- Rohfaserversorgung und Verstopfungsproblematik vor der Geburt
- Rohfaserversorgung im Tragefutter
- Wann wird vom Tragefutter auf das Säugefutter umgestellt?
- Futtermenge vor der Geburt
- Calciumversorgung in der Tragezeit ev. zu hoch?
- Harn pH-Wert in der Tragezeit zu hoch?
Falls Korrekturen in der Haltung und Fütterung alleine nicht reichen ausreichen um die MMA-Problematik in den Griff zu bekommen, sollte auf jeden Fall der Einsatz eines Geburtsvorbereitungsfutters praktiziert werden. Dazu gibt es fertige Produkte wie z.B. unser MAMAFit (Solan 839), aber auch hofeigene Mischungen (für die wir eine Reihe von wichtigen Komponenten liefern können).
Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Gerne rechnen wir Ihre Rationen durch oder wir vereinbaren einen unverbindlichen Beratungstermin bei Ihnen, um den Problemen auf den Grund zu gehen.
