Giftpflanzen

Gefahr auf der Weide
Wiesen und Weiden bieten Pferden Lebens­raum und dienen ebenso als Grundlage für die Fütterung. Jedoch wachsen hier manchmal nicht nur Pflanzen, die gesund sind, sondern es gibt auch einige, die für Pferde große Gefahren mit sich bringen. Durch diese sogenannten „Gift­pflanzen“ können Symptome wie Verdauungs­probleme, Schwellungen, Hautreizungen bis hin zum Tod ausgelöst werden.
Blogbeitrag erstellt am 
08.04.2024
 

Giftpflanzen - Gefahr auf der Weide

Meist enthalten Giftpflanzen sogenannte Bitterstoffe, dank dieser die Pferde in der Regel aus eigenem Instinkt einen großen Bogen um diese Pflanzen machen und sie nicht fressen. Aber auf diesen natürlichen Instinkt bei Pferden solltest du dich lieber nicht verlassen!!

Beim Ausreiten ist unbedingt darauf zu achten, dass das Pferd nicht »im Vorbeigehen« rasch einen Bissen nimmt. Bei jungen oder besonders hungrigen Pferden, auf abgefressenen Weiden oder eben bei Ausritten kann es jedoch durchaus dazu kommen, dass Giftpflanzen aufgenommen werden.

Häufig verlieren einige Giftpflanzen den bitteren Geschmack, wenn sie getrocknet sind, bzw. entwickeln diesen erst, wenn sie „ausgewachsen“ sind. Schon ein abgeknickter Teil der Giftpflanze kann somit schnell zur Gefahr für Pferde werden.

Zwar verlieren einige Pflanzen (wie z.B. die Hahnenfußgewächse und Gundelrebe) nach der Trocknung an Intensität ihrer Toxizität, prinzipiell sind die meisten Giftpflanzen auch im getrockneten Zustand toxisch.

 

Pflanzengift – was ist das?

Mit Pflanzengiften sind Inhaltsstoffe gemeint, die beim Verzehr giftig sind. Ausschlaggebend für die Toxizität der verschiedenen Inhaltsstoffe in einer Pflanze ist die Konzentration, bzw. der Giftgehalt (enthaltene Menge). Der Giftgehalt kann variieren und hängt z.B. von der Witterung, der Vegetationsperiode, der Sonnen­einstrahlung, der Düngung und der Bodenkonsistenz ab.

 

Pflanzengifte werden durch ihre zwei Hauptstoffe Alkaloide und Enzyme sowie den weiteren Stoff­gruppen wie Hormone, Nitrate, Oxalsäure, Saponine, Terpene und Terpenderivate, unterschieden.

 

Nachfolgend findest du eine Übersicht einige der häufigsten und gefährlichsten Giftpflanzen, die auf unseren heimischen Wiesen und Weiden vorkommen können:

  • Adlerfarn
  • Adonisröschen
  • Berg-Ahorn (samenhaltige Flügelfrucht)
  • Graukresse
  • Herbstzeitlose
  • Jakobskraut
  • Johanniskraut

 

Wie kannst du dein Pferd vor giftigen Pflanzen schützen?

Die beste Sicherheitsvorkehrung ist zuerst einmal, dass du dein Pferd nicht auf fremden und unbekannten Weiden und Wiesen grasen lässt, ohne dass du diese im Vorfeld genau inspiziert hast. Um dein Pferd vor dem Verzehr von Giftpflanzen zu schützen, solltest du seinen Aufenthaltsort möglichst genau beobachten und bei dem Bemerken von giftigen Pflanzen, diese umgehend entfernen.

Denk auch daran, dass sich immer wieder mal giftige Pflanzen auf deine Weide „verirren“ können. Da ist ein einmaliger Weidecheck nicht ausreichend – er sollte stattdessen regelmäßig wiederholt werden. Halte daher beim täglichen Abäppeln der Weide am besten nicht nur die Pferdeäpfel im Blick, sondern lasse deinen Blick insgesamt über die Weide und den Weiderand schweifen. Auch beim Füttern solltest du darauf achten, das Heu und die Silage gut auf Giftpflanzen zu untersuchen, denn verschiedene Pflanzen können beim Verzehr auch im getrockneten Zustand zu einer Gefahr für Pferde werden.

Um den Bestand an Giftpflanzen auf der Koppel so gering wie möglich zu halten, ist ein richtiges Weidemanagement die beste Methode.

  • Dazu gehört eine regelmäßige Nachsaat, die die Lücken in der Grasnarbe schließt.
  • Eine Stärkung der erwünschten Gräser erreicht man auch durch eine dem Standort angepasste Düngung. Zwei Schnitte pro Jahr drängen unerwünschte Giftpflanzen ebenfalls zurück.

 

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